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NEUDRUCKE VON SCHRIFTEN UND KARTEN 

Cber 

METEOROLOGIE UND ERDMAGNETISMUS 

HERAUSCECEBEN VON' 

PROFESSOR Dr. G. HELLMANN. 



« No. 7 » 



EVANGELISTA TORRICELLI 



Esperienza dell' Argento Vivo 



ACCADEMIA DEL CIMENTO 



Istrumenti 
per eonoseer TAlterazioni dell* Aria 



Mit einer Einleitung 




Berlin 

A. ASHER&CO. 

1897. 



EINLEITUNG. 



Die vorliegende Nummer der „Neudrucke** enthlQt zwei fttr die Geschichte 
der meteorologischen Instrumente wichtige Dokumente: den Briefwechsel 
Tor rice Hi's mit Ricci tiber die Messung des Luftdruckes, sowie die von 
der Accademia delCimento gegebene Beschreibung des Thermometers 
und Hygrometers, wie sie zuerst zu fortlaufenden meteorologischen Beobach- 
tungen beniitzt worden sind. 

Zur Erlauterung diene Folgendes. 

Obwohl es seit Platon und Aristoteles^) bekannt war, dass die Luft 
schwer ist, hat es doch der Geistesarbeit zweier Jahrtausende bedurft, ehe 
Uber das Vorhandensein des Luftdrucks kein Zweifel mehr bestand. Der 
Genuese Baliani^) war es, der in einem an Galilei gerichteten Briefe vom 
26. Oktober 1630 zuerst wieder den Druck der Luft zur Erkl^nmg mancher 
Erscheinungen in Anspruch nahm, und bald darauf vertrat auch Descartes^) 
in seinem Briefwechsel eine lUinliche Meinung. Die Ideen beider Gelehrten 



EINLEITUNG S^ 

wiirden indessen wohl auf lange hinaus unfruchtbar geblieben sein, wenn 
nicht 1643 in Florenz auf Anregung Torricelli's von seinem KoUegen 
Vivian i das bekannte Quecksilberexperiment ansgeftihrt worden ware, aus 
dem sehr bald ein Instrument zur Messung des Luftdruckes und seiner Ver- 
anderungen hervorging. An und flir sich war freilich mit dem Gelingen des 
Quecksilberexperimentes das Vorhandensein des Luftdruckes nicht stronger 
erwiesen, als mit der Wasserpumpe, zu deren Erkl^rung man zum horror 
vacui seine Zuflucht genommen hatte; allein Torricelli erkannte schon 1644, 
dass das Quecksilber in der R5hre seine H5he verSndere, weil die Luft „bald 
schwerer und dichter, bald leichter und feiner wSre", und war sich deutUch 
bewusst, den Versuch — die esperiema delP argento vivo — nicht gemacht zu 
haben, um ein Vacuum herzustellen, sondem um ein Instrument zur Be- 
obachtung der Luftveranderungen zu haben. Damit war ftir Torricelli die 
Vorstellung eines horror vacui beseitigt, wahrend allerdings erst die 1648 auf 
dem Puy-de-D6me imd in Clermont-Ferrand gleichzeitig ausgeftthrten Baro- 
meterbeobachtungen einen endgtlltigen Beweis fUr das Vorhandensein des 
Luftdrucks lieferten. Die hierauf beztlgliche Schrift Pascal's bildet den 
Inhalt von No. 2 dieser „Neudrucke". 

Bekanntlich hat Torricelli iiber das von ihm erfundene Barometer 
nichts verOfifentlicht; er war damals zu sehr mit mathematischen Studien, 
namentlich tiber die Cykloide, beschaftigt und starb schon 1647 im Alter von 
nur 39 Jahren. Er hat aber die Nachricht von seiner Entdeckung in zwei 
Briefen an seinen Freund M. A. Ricci in Rom niedergelegt, die uns glQck- 
licherweise erhalten sind. Man findet sie in einer kleinen, sehr selten ge- 
wordenen Druckschrift aus dem Jahre 1663, die Carlo Dati, ein Freund 
Torricelli's, unter dem Pseudonym Timauro Antiate ver5fifentlichte, um 
unter anderem auch die Anspriiche Torricelli's auf die Erfindimg des Baro- 
meters gegeniiber denjenigen seines Landsmannes Valeriano Magni^) 
geltend zu machen. 

Dieses nur 27 gez. Quartseiten und 4 Tafeln geometrischer Figuren um- 
fassende Werkchen, aus dem ich die nachstehenden drei Briefe habe w5rtlich 



-^ EINLEITUNG a>^ 

abdrucken lassen, hat kein besonderes Titelblatt, sondem trMgt am Kopf der 
ersten Seite die Aufschrift: 

LETTERA A FILALETI 

DI TIMAVRO ANTIATE 

Delia Vera Storia della Cicloide, e della Famofiffima 
Efperienza dell'Argento Viuo. 

und am Ende der 27. Seite die Druckangabe: 

In Firenze all' Inf^^a della Stella. 1663. Con licenza de' Superiori. 

Die Torricelli'schen Briefe *) wurden wieder abgedruckt in der Einleitung 
zu seinen „Lezioni Accademiche'S die Tommaso Bonaventura1715 ver- 
ttffentlichte •). Der Herausgeber muss die Originalbriefe vor sich gehabt 
haben; denn w^hrend im ersten Briefe eine Zeile versehentlich fortgelassen 
ist, so dass der Satz „Noi abbiamo fatto . . /* imverstlUidlich wird, fOgt er dem 
zweiten den bei Dati fehlenden Schlusssatz hinzu: „fe poteffi parlarle, forfe 
ella refterebbe appagata meglio. lo Paificuro, che fe le fowiene altro, da fe 
medefima potrk fciorre ogni difficolt^ perche quk fe ne fon penfate molte, 
e tutte fi fciolgono**. 

Die Kunde von dem Torricelli'schen Versuch gelangte durch einen Brief 
Ricci's an Mersenne noch 1644 nach Frankreich, aber erst im Sommer 
1646 glUckte es Pierre Petit, der damals als Fortifications -Intendant in 
Rouen lebte, die Barometerprobe in Frankreich wirklich atiszuftthren. Wie de 
Roberval erz^t, hatte man vorher keine passenden GlasrOhren bekonunen 
kOnnen ^. 

Das Wort Barometer wurde zuerst 1666 von Robert Boyle gebraucht •). 



•-« EINLEITUNG >-* 

yt. PROBLEM E. 

Du Thermometre y au Inflrument pour me/urer 

les degrez de chaleur au de froidure, 

qui font en Pair, 

C'Eft vn engin de cryftal, qui a vne petite bouteille 
en haut, & par deflbus vn col longuet, ou bien vn 
tuyau tref-mince, qui fe termine par embas dans vn vafe 
plein d^eau, ou bien eft recourb^ en derriere auec vne 
autre petite bouteille, pour y verfer de I'eau ou de la li- 
queur telle qu'on voudra. La figure reprefentera mieux 
tout rinftrument que la parolle efcritte. Et Pvfage en eft 
tel: Mettez dans le vafe d'^bas quelque liqueur teinte de 
bleu, de rouge, de aune, ou autre couleur qui ne foit 
pas beaucoup chargde, comme du vinaigre, du vin, de 
Teau rougie, ou de Teau forte qui ait ferui ^ grauer le 
cuiure. Cela faid: 





le dis premidrement, qu'^ mefure que Pair enclos 
dans la bouteille, viendra k eftre rarefid ou condenf6, 
Teau montera euidemment ou defcendra par le tuyau; ce 
que vous experimenterez facilement, portant rinftru- 
ment dVn lieu bien chaud en vn autre bien froid. Mais 
fans bouger dVne place, fi vous applicquez doucement 
la main deffus la bouteille d^enhaut, elle eft fi deli6e & 
Pair fi fufceptible de toute impreffion, que tout k rinft3t 
vous verrez defcendre Peau, & la main oft^e elle remon- 
tera doucement k fa place: Ce qui eft encore plus fenfi- 
ble quand on efchauffe la bouteille auec fon haleine, c8- 



'^ EINLEITUNG £!« 

me fi on luy vouloit dire vn mot k Poreille pour faire def- 
cendre Peau par commandement. La raifon de ce mou- 
uement eft, que Pair efchauff6 dans le tuyau, fe rarefie & 
dilate, & veut auoir vne plus grand place, c'eft pour- 
quoy il preffe Teau & la faid defcendre. Au contraire, 
quand Pair fe refroidit & condenfe, il vient k occuper 
moins de place, & partant de peur qu^il n^y refte quel- 
que vuide, Peau remonte incontinent. 

le dis en fecond lieu, que par ce moyen Pon pent co- 
gnoiftre les degrez de chaleur ou de froidure qui font 
en Pair, k chaque heure du iour; car felon que Pair exte- 
rieur eft froid ou chaud. Pair qui eft enferm6 dans la 
bouteille, fe rarefie ou condenfe, monte ou defcend. 
Ainfi voyons nous que le matin, Peau eft mont^e bien 
haut, puis petit k petit elle defcend iufques bien bas vers 
le midy; & fur la vefpr6e 6lle remonte. Ainli, en hyuer 
elle monte ft haut, qu^elle remplit prefque tout le tuyau; 
mais en eft6, elle defcend fi bas qu^aux grandes chaleurs 
k peine paroift elle dans le tuyau. 

Ceux qui veulent determiner ce changem&t par nom- 
bres & degrez, tirent quelque ligne tout au longdu tuy- 
au, & la diuifent, en 8. degrez, felon les philofophes, 
ou 4. felon les medecins, foufdiuifans encore ces 8. en 8. 
autres, pour auoir en tout 64. parcelles. £t par ce mo- 
yen, non feulement ils peuuent diftinguer, fur quel de- 
gr6 monte Peau, au matin, k midy, & k toute autre heu- 
re du iour: Mais encore on pent cognoiftre, de combien 
vn iour eft plus froid ou plus chaud que Pautre: remar- 
quant de combien de degrez, Peau monte ou defcend. 
On pent conferer les plus grandes chaleurs & froidures 
dVn an, auec celles d'vne autre ann6e. On peut f^auoir 
de combien vne chambre eft plus chaude que Pautre. On 
peut entretenir vne chambre, vn foumeau, vne eftuue, en 
chaleur toufiours 6gale faifant en forte que Peau du ther- 
mometre demeure toufiours fur vn meftne degr6; On 
peut aucunement iuger de Pardeur des fieures: Brief on 
peut f^auoir k peu pres, iufques k quelle eftenduS, Pair 
fe peut rarefier, aux plus grandes chaleurs &c. 



10 



>^ EINLEITUNG e>- 

Ueber die nun folgende Periode in der Entwicklungsgeschichte des 
Thermometers Ifksst sich wenig ZuverlHssiges sagen. Wir wissen nur, dass 
1632 der franzQsische Arzt Jean Rey statt des Galilei^schen Luftthermoskopes, 
das vom Luftdruck stark beeinflusst war, bereits Wasserthermometer an- 
wandte, deren R5hren oben allerdings nicht geschlossen waren^^), und dass 
wahrscheinlich 1641 der Grossherzog Ferdinand II. von Toskana zuerst 
auf die Idee kam, das Rohr unter Ausschluss der Luft oben zu schliessen, 
und dem Thermometer im wesentlichen diejenige Gestalt gab, in der es 
spHter unter dem Namen Florentiner Thermometer bekannt wurde**). 

Die folgenden Jahre brachten einige weitere Verbesserungen, die den 
gemeinschaftlichen Arbeiten der Mitglieder der Accademia del Cimento zu 
verdanken sind. Diese „Akademie des Versuches^* wurde durch Leopold, 
den Bruder des regierenden Grossherzog Ferdinand II., im Jahre 1657 ge- 
grttndet, um unter der Devise „Provando e Riprovando" die Naturgesetze 
auf dem Wege des Versuches zu ergrUnden. Sie z^te nur neun Mit- 
glieder, zumeist Schiller des 1642 verstorbenen Galilei, von denen Borelli, 
Renaldini und Viviani die bedeutendsten waren. Durch kein Reglement 
noch Statut gebunden, versammelten sich die Mitglieder an gewissen Tagen 
im Palais des FUrsten Leopold, um ihre experimentellen Arbeiten gemein- 
schaftlich auszufOhren^^. Die wichtigsten der dabei erhaltenen Resultate 
wurden in einem Tagebuch schriftlich niedergelegt, auf dessen Grundlage 
der Sekret^r der Akademie, Lorenzo Magalotti, die beriihmten „Saggi di 
naturali esperienze fatte nell* Accademia del Cimento*^ herausgab. Dieses 
epochemachende Werk erschien zuerst 1667 (1666), erlebte 8 weitere ita- 
lienische Ausgaben und wurde ins Englische (1684), Lateinische (1731) imd 
FranzOsische (1754) iibersetzt^*). Nach zehnjiihrigem Bestehen ging die 
Akademie ein. 

Die beiden ersten Kapitel der „Saggi**, welche die Beschreibung der 
Thermometer und des Hygrometers enthalten, habe ich auf den nachfol- 
genden ^iten (9)— (16) wortgetreu abdrucken lassen, w&hrend der Titel und 
die Tafel mit den Abbildungen in verkleinertem Massstabe facsimilirt sind. 

11 



«^<D EINLEITUNG 6^ 

Die Florentiner Thermometer, von denen das mit n bezeichnete die 
grdsste Verbreitung fand und schon von 1654 an zu regelmiissigen meteoro- 
logischen Beobachtungen diente, waren sogenannte Stabthermometer. Die 
Skale bestand aber nicht aus Strichen, die mit dem Diamanten oder mit 
Flusss&ure in den Glasstab eingeschnitten sind, sondem aus Perlen weissen 
Emailglases von der Gr5sse eines Stecknadelknopfes, w^Lhrend jedes zehnte 
KnOpfchen aus schwarzem Glas bestand. Als Thermometpr-Flttssigkeit diente 
Anfangs roth gefarbter Alkohol — wie noch heute bei vielen der gew5hn- 
lichen Minimalthermometer — , spMer aber ungefiUrbter, nachdem man die 
Erfahrung gemacht hatte, dass sich der Farbstoff im Laufe der Zeit nieder- 
schlagt. Gel^entlich haben die Akademiker in Florenz auch schon Queck- 
silberthermometer gebraucht*'). 

Der schw^chste Punkt der Florentiner Thermometer war die Festlegung 
der Skale 9 da die Akademiker nur einen Fixpunkt kannten. Sie hatten 
nSlmlich wiederholt die Beobachtung gemacht, dass das SOtheilige oder „kleine'^ 
Thermometer, mit dem haupts^chlich experimentirt wurde, in schmelzendem 
Eis oder Schnee auf 13V2° fi®^> ^^^ ^ freier Luft gewOhnlich 14° zeigte, 
wenn im Winter das Wasser am Erdboden gefror. Ein oberer Fixpunkt 
war ihnen aber unbekannt; denn die gleichfalls durch fortlaufende Be- 
obachtungen festgestellte Thatsache, dass das „kleine*' Thermometer im 
Sommer zu Florenz bis zu 34° im Schatten und 43° in der Sonne st}eg, 
konnte doch nur einen ziemlich unsicheren Anhaltspunkt ftir die Skalen- 
theilung abgeben. Es scheint aber die grosse Geschicklichkeit des Glas- 
blMsers Giuseppe Moriani, der bis dahin Lampenmacher des Grossherzogs 
gewesen war, Uber diesen Mangel hinweggeholfen zu haben; denn die damals 
gefertigten 50theiligen Thermometer waren gut Ubereinstimmende Instrumente. 
Wenn spater Ch. Wolf und A, Celsius tlber die Maiigelhaftigkeit der 
Florentiner Thermometer Klage fdhrten, so war dieselbe allerdings be- 
rechtigt, sie bezog sich aber wohl nur auf die zur gewOhnlichen Marktwaare 
gewordenen Thermometer, die ohne grosse Sorgfalt in Italien gemacht und 
von herumziehenden Italienem (nebst anderen ahnlichen Glaswaaren, wie 

12 



-<D EINLEITUNG C^ 

Barometem, Brillen u. s. w.) bis ins XIX. Jahrhundert hinein vertrieben 
wurden. Die von der Accademia del Cimento gebrauchten, sowie die vom 
Grossherzog Ferdinand n. zur Anstellung korrespondirender meteorologischer 
Beobachtungen*>) verschickten SOtheiligen Thermometer waren jedenfalls 
recht gut vergleichbare Instrumente. 

Die Geschicklichkeit und die lange Erfahrung („la lunga pratica'') der 
GlasbUlser in der Anfertigung von Thermometem und anderen Instnunenten 
haben die experimentellen Arbeiten der italienischen Physiker unleugbar 
m^chtig gefbrdert; denn wenn man einerseits das h5chst kunstvoll ge- 
arbeitete, iiberaus empfindliche Thermometer Nr. HI betrachtet und anderer- 
seits hOrt, dass das Torricelli'sche Quecksilberexperiment in Frankreich erst 
2V2 Jahre nach seinem Bekanntwerden wiederholt werden konnte, weil keine 
dazu brauchbaren Glasr5hren aufzutreiben waren, so wird man mir wohl 
in der Annahme zustimmen, dass die hohe BlQthe, deren sich die italienische 
Glasindustrie seit dem Mittelalter erfreute, das Erwachen der Experimental- 
physik in Italien ganz unmittelbar begUnstigt hat. 



In dem auf S. (14)— (16) abgedruckten zweiten Kapitel der „Saggi" wird 
das vom Grossherzog Ferdinand II. erfundene Hygrometer beschrieben. 
. Die ersten Versuche, die Schwankungen im Feuchtigkeitsgehalt der 
Luft zu beobachten, reichen ins XV. Jahrhundert zurtick, so dass das Hygro- 
meter n&chst der Windfahne das aiteste meteorologische Instrument ist. 

Die frttheste mir bekannte Beschreibung eines Hygrometers befindet 
sich in den Werken des Kardinals Nicolaus de Cusa, der 1464 starb. Es 
war ein Absorptionshygrometer, auf dem Princip der Waage beruhend, wie 
es auch von Leonardo da Vinci skizzirt wurde*^). Alle spSteren der- 
artigen Instrumente bis zu dem von Ferdinand II. von Toskana erfun- 
denen waren blosse Hygroskope, bei denen die Eigenschaft vieler vege- 
tabilischer und mineralischer Substanzen, mit wechsehider Feuchtigkeit der 
Luft ihre Dimensionen zu verandem, in der verschiedensten Weise ver- 

13 



«>-<D EINLEITUNG G^ 

werthet war. Dahin gehOren die Hygroskope von Mizauld, Porta, 
Santorio, Maignan und Andereiu W^hrend aber diese Hygroskope nur 
das Mehr oder Minder der Luftfeuchtigkeit anzuzeigen vermochten, konnte 
man mit dem Kondensationshygrometer von Ferdinand 11. wirklich ver- 
gleichbare Messungen ausftthren*^. 

Auch dieses Instniment stammt aus der Zeit vor der Grttndung der 
Accademia del Cimento, ist aber durch deren „Saggi'' erst allgemeiner 
bekannt geworden. 



ANMERKUNGEN. 

') Platen spricht im Timaeus mehrfach vom Druck der Luft; die bemerkens- 
wertheste Stelle ist folgende (c. 25): ... yeyofitrog di it^g tic w iavtov linoy ityat^il . 
xty^y d* ov ntQiiix^y oMy ovdfy , toy ovy nltjaioy itacty aiga . o di^ ati toy fiagvSt tUc&itg 
xai ntQ^x^^fig t^ rfc y?^ oyx^ Cfpodga K&JUtfff ^vyitoiri tt avtdy ....(... die SO entstandene 
Luft aber erhebt sich an ihren Ort Es umgiebt sie aber nichts Leeres; sie stOsst 
also die benachbarte Luft. Diese aber, weil sie schwer ist, gestossen und herum- 
gegossen um die Erdmasse, drUckt dieselbe in hohem Grade . . .) 

Vor Plato n scheint schon Empedokles die Schwere der Luft gekannt zu 
haben (Aristoteles, de respiratione c. VII). 

Aristoteles selbst spricht auch nur von der Schwere der Luft. In De 
coelo IV, 4 heisst es: fy tj avnv yag x^QV. ^^^^^ fiagos ^/c* nl^y nvgog, xai 6 dig, 
ctjfAtioy d* on t^ixti nlfloy 6 nupvatjfiiyot itmtig lov xiyou (denn in seinem eigenen 
Raume hat alles, mit Ausnahme des Feuers, Schwere, auch die Luft; ein Zeichen 
hiervon ist, dass ein [mit Luft] aufgeblasener Schlauch mehr wiegt als ein leerer). 

*) G. Govi, Nota intomo al primo scopritore della pressione atmosf erica. 
Torino 1867. 8°. S. 9— 11. — Den Brief Baliani's an Galilei findet man in dessen 
Opere IX, 210 (Ausgabe von Alberi). — Als Vorlaufer Baliani's verdient Nicolaus 
de Cusa genannt zu werden, der bereits um die Mitte des XV. Jahrhunderts in 
seinem „Dialogus de staticis experimentis'* das „pondus a^ris" durch mancherlei 
Ezperimente zu bestimmen versuchte ; vgl. Nicolai de Cusa Opera. Basileae 1565. 
Fol. S. 176. — Galilei fand 1613, dass das Wasser 460 mal schwerer als die Luft sei; 
vgL unten Anmerkung 5. 

Ich mOchte an dieser Stelle nicht unerwfthnt lassen, dass es selbst in unserem 

14 



>-^ ANMERKUNGEN 3>-o 

Jahrhundert nicht an Gegnern der Lehre vom Luftdruck fehlte. Noch 1845 ver- 
Offentlichte der Halberst&dter Oberlehrer C. L. Menzzer eine BroschUre: Die Lehre 
vom Luftdruck in ihrem Prinzipe als unlogisch erwiesen, nebst'einer Fundamental- 
Theorie Uber das Barometer und die Schwere. Halberstadt 1845. 8°. 34 S. 

«) Oeuvres de Descartes publi^es par V. Cousin VI, 204; VII, 434; VIII, 21, 
36, 71, 160. Vgl. auch Nourrisson, Pascal physicien et philosophe. 2 me ^d. 
Paris 1888. 8°. S. CVIIff. 

^) Valeriano Magni (Magno) war ein italienischer Kapuziner, derlangeZeit 
in Warschau am Hofe des KOnigs von Polen lebte. Er behauptete, das Quecksilber- 
experiment, das er im Juli^' 1647 dem Hofe vorftlhrte, selbstftndig gefunden zu 
haben. Seine Ansprtiche wurden aber von de Roberval in einem Brief e an 
Desnoyers sofort zurQckgewiesen. Aus diesem Briefwechsel entstand das jetzt 
sehr selten gewordene Schriftchen: „Admiranda de vacuo scilicet, Valeriani Magni 
demonstratio ocularis de possibilitate vacui. Ejusdem altera pars demonstrationis 
ocularis. D. de Roberval narratio de vacuo. Valeriani responsio ad D. de Roberval. 
Responsio ejusdem ad peripateticum Cracoviensem. Cum licentia superiorum. 
Varsaviae. In ofUcina Petri Elert S.R.M. typographi". (1647). 8°. 2 ungez. Bl. 56 S. 
Ueber die verschiedenen Ausgaben dieses Werkchens giebt Prof. Jacoli genaue 
Auskunft in Boncompagni*s BuUetino VIII, 288, Anm. 1. Uebrigens hat Magni in 
einem spSlteren Werke (Vacuum pleno supletum a Valeriano Magno. Venetiis 1650) 
die Prioritat Torricelli's anerkannt, wenn er auch dabei blieb, das Experiment 
selbst&ndig erfunden zu haben. So noch 1654 auf dem Reichstag zu Regensburg, 
wo Otto von Guericke das Experiment zum ersten Mai sah (Ottonis de Guericke 
Experimenta Nova (ut vocantur) Magdeburgica de Vacuo Spatio. Amstelodami 1672. 
Fol. S. 117). 

^) Die Torricelli'schen Brief e befanden sich 1663 noch im^Besitz Michelangelo 
Ricci's, der erst 1692 starb, wahrend die Antwort Ricci*s in den Handen des 
Florentiner Juristen Lodovico Serenai war, den Torricelli zu seinem Testaments- 
voUstrecker ernannt hatte; vgl. S. 24 bei Dati sowie „Lettere fin qui inedite di 
Evangelista Torricelli precedute della Vita di Lui scritta da Giovanni Ghinassi con 
note e documenti'* (Faenza, Conti 1864. 8®. S. XXXVII und LXI). Dieses Buch 
enthalt eine Photographic des Denkmals, das Faenza, die Vaterstadt Torricelli's, 
ihrem Sohne 1864 gesetzt hat. 

Die Angabe Torricelli's im ersten Brief e, dass die Luft am Erdboden 400 mal 
leichter als das Wasser sei, rtthrt wahrscheinlich von Galilei her, der schon 1613 
eine ahnliche Verhaltnisszahl (460) ermittelt hatte. Vgl. G. Govi, U S. Offizio, 
Copemico e Galileo a proposito di an opuscolo postumo del P. OliverL Torino 1872. 
8o. S. 21. Vielleicht liegt bei Pat i ein Druckfehler vor: 400 statt 460. 

15 






-^ EINLEITUNG G^ 

Bemerkenswerth ist der Schlusssatz im ersten Brief e Torricelli's, wo er den 
grossen Einfluss der Temperatur auf die HOhe der QuecksilbersSule hervorhebt 
Bekanntlich hat man erst seit Amontons (1704) die Reduktion wegen der Tempe- 
ratur als nothwendig erkannt 

^) Lezioni accademiche d'Evangelista Torricelli Mattematico, e Filosofo del 
Sereniss. Ferdinando II. Gran Duca di Toscana Lettore delle mattematiche nello studio 
di Firenze e Accademico della Crusca. In Firenze M.DCC.XV. Nella stamp, di 
S. A. R. per Jacopo Guiducci, e Santi Franchi. Con licenza de' superiori (XLIX S., 
1 BL, 96 S. und ein Portrait Torricelli's). Eine zweite Ausgabe des Werkes erschien 
1823 in Mailand bei Giovanni Silvestri in kL 8<» (VIII, 249 S., 1 Taf. und Portrait 
vor dem Titel). 

7) In der oben genannten Schrift Valeriano Magni's berichtet de Roberval 
auf S. 30: ,,Tentatum quidem illud fuit ab ipfo Merfenno iiatim poll acceptam 
Torricelli de ea re Epiftolam: Vertim defectu Tubi ad id fatis apti, nihil tunc fieri 
potuit; ac non mult6 poft ipfe in Italiam profectus eft: atque obiter Florentiae apud 
Torricellum vafa & tubos praedictos vidit & contrectauit Idem autem reuerfus fub 
finem anni 1645. rem omnem vulgauit: neque tamen eo Anno, aut fequenti tubos 
aptos PariHjs recuperare potuit; tum quia ibi tales non fabricantur; tum etiam quia 
ipfe toto ferme eo tempore per meridionales Regni Gallici partes peregrinatus eft. 
Tandem ergo idem fcripfit Rothomagum ad Amicos fuos: ibi enim celeberrima 
habetur vitri, & Cryftalli officina." Hier, in Rouen, war es, wo Pierre Petit im 
Verein mit Pascal im Sommer 1646 das Torricelli^sche Experiment zum ersten Male 
ausserhalb Italiens wiederholte. Die diesbezUgliche Druckschrift Pe tit's ist wahr- 
scheinlich die allererste dber diesen Gegenstand: ^Observation touchant le vuide, 
faite pour la premiere fois en France: Contenu^ en une lettre ^crite k Monsieur 
Chanut, Resident pour sa Majesty en Su^de. Par Monsieur Petit, Intendant des 
fortifications, le 10 Novembre 1646. Avec le discours qui en a est6 imprim6 
Pologne sur le mesme sujet, en Juillet 1647. A Paris chez Sebastien Cramoisy . . . 
M.DC.XLVII." (kl. 8^. 6 ungez. BL, 68 gez. S.). Fast gleichzeitig, namlich zu Ende 
des Jahres 1647, erschien ein Werk von Mersenne, in dem der Torricelli'sche 
Versuch eingehend besprochen wird: Novarum observationum physico-mathe- 
maticarum Tomus III .... Parisiis sumptibus Ant. Bertier. M.DCXLVII {4^, 
16 ungez. BL, 235 S., 1 BL). 

8) Philos. Transactions Nr. 9, S. 153 vom 12. Februar 1666. — VgL G. Hell- 
ma nn, Zum 250jfthrigen Jubilflum des Barometers. MeteoroL Zeitschr. 1894, 445 
bis 450. 

') Die wichtigsten Schriften zur Erfindungsgeschichte des Thermometers sind 
folgende: 

16 



>-< ANMERKUNGEN ej>-o 

G. Libri, Histoire des sciences math^matiques en Italie, depuis la renaissance 
des lettres. Tom. IV. Paris 1841. 8^ S. 187—197. 

E. Wohlwill, Zur Geschichte der Erfindung und Verbreitung des Thermo- 
meters. Poggend. Annal. CXXIV, 1865. 

F. Burckhardt, Die Erfindung des Thermometers und seine Gestaltung im 
XVn. Jahrhundert Basel 1867. 4o. 

R. Caverni, Intomo all' invenzione del termometro. Boncompagni's Bulle- 
tino XI, 1878, S. 531—586. 

A. Favaro, Galileo Galilei e lo Studio di Padova. Vol. I. Firenze 1883. 8<>. 
S. 249-274w 

R. Caverni, Storia del metodo sperimentale in Italia. Tom. I. Firenze 1891. 
8o. S. 265-298. 

^) Heron von Alexandria schrieb, wahrscheinlich zu Beginn unserer Zeit- 
rechnung, mehrere mathematisch-mechanische Schriften. Die von den Druck- 
werken (TiyiPfianxa) wurde von F. Commandino ins Lateinische ttbersetzt (Urbini 
1575, Parisiis 1583) und von G. B. Aleotti sowie von A. Giorgi ins Italienische 
(Ferrara 1589, Urbino 1592, Venezia 1595). Die Hftufigkeit der Auflagen beweist am 
besten, wie eifrig Heron damals studirt wurde. 

Eine ungedruckt gebliebene italienische Uebersetzung der Einleitung (De 
vacuo) von Heron's Werk, die Bernardo Davanzati 1582 besorgte, ist 1862 von 
C GargioUi und F. Martini nachtrflglich herausgegeben worden (Delia natura 
del voto di Erone Alessandrino volgarizzamento inedito di Bernardo Davanzati. 
Firenze 1862. 8<>. 31 S.). 

Bei der grossen Bedeutung der Heron*schen Schrift von den Druckwerken 
fur die Geschichte der Physik w&re eine neue kritische Ausgabe des griechischen 
Originals, das bislang nur in ^Veterum Mathematiconmi Opera' (Parisiis 1693. FoL) 
verOffentlicht wurde, ftusserst erwtlnscht. 

Wer sich ftlr die Frage interessirt, inwieweit Heron von Philo von Byzanz 
und Ktesibios und in weiterer Linie von Straton dem ^Pbysiker" abhftngig 
ist, den verweise ich auf folgende Schriften: 

B. Woodcroft, The Pneumatics of Hero of Alexandria. London 1851. 4^. 
Uebersetzung und Einleitung von J. G. Greenwood. 

V. Rose, Anecdota Graeca et Graecolatina. II. Berlin 1870. 8^. Zwei Bruch- 
stttcke griechischer Mechanik. Philon und Heron. 

A. de Rochas, Traits des pneumatiques de Philon de Byzance. Revue 
archdologique 1881. 

A. de Rochas, La. science des philosophes et Part des thaumaturges dans 
Pantiquit^. Paris 1882. 8®. Enthfilt eine franz(ysi8che Uebersetzung von Heron's 

17 



>-^ EINLEITUNG >^ 

PneumatilL Dazu gehOrt die Broschtlre textkritischen Inhalts: A. de Rochas: Les 
Pneumatiques de H6ron d*Alexandrie traduites pour la premiere fois du grec en 
fran9ais. s. 1. e. a. (1883). 8". 15 S. 

A. de Rochas, Les origines de la science et ses premieres applications. 
Paris (1884). 8°. 

H. Diels, Ueber das physikalische System des Straton. Sitzungsber. der 
Berliner Akad. 1893. S. 101-127. 

W. Schmidt, Das Procemium der Pneumatik des Heron von Alexandria. 
Braunschweig 1894. 4^. (Progr. d. Realgymnasiums.) 

^^) Die von Santorio gefertigten Thermometer, mit denen er nicht bios die 
Temperatur des menschlichen KOrpers mass, sondern auch zu entscheiden versuchte, 
ob das Mondlicht erw&rme oder nicht, werden zuerst beschrieben in „Sanctorii 
Sanctorii Justinopolitani olim in Patavino Gjrmnasio Medicinae Theoricam ordinari 
primo loco profitentis Commentaria in primum Fen primi libri Canonis Avicennae 
. . . Venetiis MDCXXVI. FoL«, (col. 22—24). 

Dass ein Arzt, wie Santorio, vom Thermometer zuerst ausg^ebigen Gebrauch 
machte, darf uns nicht Wunder nehmen, da man bereits seit Galen's Zeiten in 
der Heilmittellehre warm und kalt in vier Graden oder Abstufungen unterschied. 
Spftter (im IX. Jahrhundert) hatte Al-Kindi (Alcindus) die Berechnung der 
Temperatur der gemischten Medikamente zu einer fOrmlichen iatro-mathematischen 
Theorie ausgebildet, sodass Cardano in seiner ^Practica Arithmetica** (1539. 8^. 
Bl. ii8) Exempel aufstellte, die rich tiger durch physikalische Messungen, als durch 
mathematische Operationen zu lOsen waren. 

^) Sphaera Mundi, seu Cosmographia demonstrativa ... Authore losepho 
Blancano . . . Bononiae 1620. 4°. S. 111. Die Vorrede ist vom Februar 1617 datirt. 
Die fragliche Stelle lautet: „auxilio huius inftrumenti quod ego Thermofcopium 
libenter appellarem . . ." 

^) Francisci de Verulamio ... Instauratio Magna .. Londini 1620. Fol. 
S. 201—202. 

^^) Die erste Ausgabe vom Jahre 1624, die es nach Dom Gal met, Biblio- 
th^que Lorraine (Nancy 1751. FoL S. 585) sicher geben muss, habe ich nirgends 
auffinden kOnnen. Wahrscheinlich ist es die zweite Ausgabe, der das auf S.9 und 10 
wort- und zeilengetreu abgedruckte Gap. 76 entnommen ist; dieselbe hat folgenden 
Titel: 

RECREATION | MATHEBiATICQVE. | COMPOSEE | DE | PLVSIEVRS 
PROBLEMES | PLAISANTS ET FACETIEVX. | En faict d»Arithmeticque Geo- 
metrie, | Mechanicque, Opticque, & autres | parties de ces belles fdences. | [Wappen 
in Kupferdruck] | AV PONT-A-MOVSSON, | Par Iban Appibr Hanzblbt, 

18 



<^^ ANMERKUNGEN G^ 

Imprixneur & | Graueur de Son ALTESSE, & de PVniuerfit^. | M DCXXVI. | 
(kL 8^. 8 ungez. BL, letztes weiss, 144 S. 5 Tafeln in Kupfet. Die Vorrede ist 
gezeichnet H. Van Etten). 

Der Erfolg dieses, dem Geist der Zeit vortrefflich angepassten Buches war 
ein ausserordentlicher. Es erlebte zahlreiche Auf lagen: Paris 1626, Paris 1627 (wird 
auf dem Titel als die vierte bezeichnet, was mit der Annahme einer ersten Aus- 
gabe 1624 Qbereinstimmt), Lyon 1627, Rouen 1628 u. s. w., und wurde ins Lateinische 
(Thaumaturgus mathematicus. Col. 1628. 8°; diese Ausgabe wird in der Bio- 
graphie universelle XU, 488 bereits als die zweite bezeichnet, wfihrend ich nur die 
Ausgaben von 1636 und 1651 zu sehen bekommen habe), ins Englische 
(Mathematicall Recreations. London 1633. 8^.), ins Deutsche (D. Schwenter, 
Delidae physico-mathematicae. Nttmberg 1636. 4®), und ins Holl&ndische (Mathe- 
matische Vermaecklyckheden ... door Wynant van Westen. Amsterdam 1636. 
8^.) tibersetzt. In der von Caspar Ens besorgten lateinischen Uebersetzung wird 
das Thermometer zum ersten Male dem Hollftnder CornelisDrebbel fUschlich zu- 
geschrieben; die Ueberschrift des 83. Kapitels lautet: De Thermometra, fiue inibru- 
mento Drebiliano, quo gradus caloris, frigorifque a^ra occupantis explorantur. 

Die links stehende Abbildung des Thermometers in der „Recr6ation math^- 
matique" (vgl. S. 9) hat grosse Aehnlichkeit mit der von Biancani gegebenen, 
wfthrend das untere Gef^ eines in Florenz noch vorhandenen Originalthermoskopes 
von Galilei, das E. Gerland im „Bericht Uber die wissenschaftlichen Apparate 
auf der Londoner Internationalen Ausstellung i. J. 1876" (Braunschweig 1878. 8<^. 
S. 70) abgebildet hat, schon sehr an die GefHsse der von der Accademia del Cimento 
gebrauchten Barometer erinnert. Ich mOchte deshalb glauben, dass es keines der 
fxUhesten Galileischen Thermoskope ist. 

Dass der Name Thermometer erst zwischen 1622 und 1624 entstanden sein kann, 
geht daraus hervor, dass Leurechon in seinem Werke ^Selectae propositiones in 
tota sparsim mathematica pulcherrimae" (Mussiponti 1622. 4^.) im § 2 das Wort 
TTkermoskop noch gebraucht (. . . aeriam temperiem pro diversis temporibus, et locis, 
in Thermoscopio . . .). 

^^) J. Rey, Essays sur la recherche de la cause pour la quelle Pestain et le 
plomb angmentent de poids quand on les calcine. Bazas 1630. 8*^. Nouv. dd. par 
M. Goblet. Paris 1772. 8°. S. 136. — Vgl. F. Hoefer, Histoire de la Physique et de 
la Chimie. Nouv. 6d. Paris 1892. 8o. S. 113. 

Zu allgemeinerer Verbreitung scheint dasRey'sche Wasserthermometer nicht 
gelangt zu sein. 

^ Dass wirklich der Grossherzog Ferdinand II. diese wesentliche Ver- 
besserung bewirkt und die Thermoskope zu Thermometem gemacht hat, bezeugten 

19 



>-^ EINLEITUNG d>-<» 

noch zu seinen Lebzeiten Viviani in der Lebensbeschreibung Galilei's, Urbano 
Davisi im „Trattato della Sfera"" (Roma 1656. 12^. S. 189) und F. Lana im JProdromo*' 
(Brescia 1670. Fol. S. 62). 

Dieser Fortschritt muss schon zu Anf anfir der vierziger Jahre erfolgt sein, denn 
die Mitglieder der Accademia del Cimento machten am 20.Juiii 1657 einen Versuch 
mit einem geschlossenen Weingeistthermometer, das bereits 16 Jahre alt war; vgl. 
G. Targioni-Tozzetti, Notizie degli aggrandimenti delle scienze fisiche . . . 
Firenze 1780. 4o. I, 150 u. II, 585. 

Obwohl Mersenne 1644 und Monconys 1646 in Italien waren und wohl 
sicherlich geschlossene Weingeistthermometer in Florenz gesehen, vielleicht auch 
mitgenommen haben werden, kOnnen diese Instrumente selbst im Jahre 1648 
ausserhalb Italiens nur wenig bekannt gewesen sein; denn sonst wftre die Be- 
merkung Pascal's Uber den Einfluss des Luftdruckes auf das Thermometer, die er 
auf S. 17 des „R6cit de la Grande Experience'* (Neudrucke No. 2) als eine wichtige 
Folgerung aus dem Versuch auf dem Puy-de-D6me hinstellt, ganz hinfflUig gewesen. 
Dieselbe hatte nur fttr das Galilei'sche Thermoskop Gflltigkeit. — 

Eine nfthere Bestimmung der Skale des nkleinen** Florentiner Thermometers 
hat G. Libri 1831 vorgenommen an verschiedenen Ezemplaren, die der in Anmer- 
kung ^) genannte V. Antinori in einem Magazin aufgefimden hatte (Ann. d. chimie 
et de phys. XLV, 354- und Poggend. Ann. XXI, 325). Die von Libri gemachten 
Angaben, die sich tabellarisch so wiedergeben lassen: 

Flor. R6aum. 

1) o« —150 

2) 13.5 

3) 50 +44 

stimmen untereinander nicht ttberein; denn man erhfllt aus den verschiedenen 
Kombinationen ungleiche Werthe fUr einen Grad des Florentiner Thermometers. 
Es ergiebt sich aus 1) und 2) 1*» Flor. = 1.11 *> R., aus 1) und 3) I© Flor. = LIS® R. 
und aus 2) und 3) 1 <> Flor. = 1.21 « R. 

Abb6 Maze (Annuaire d. 1. Soc m^t^orol. d. France 1896. S. 110) nimmt an, 
dass ein Druckfehler vorliege: 44 statt 41. Alsdann wtlrde sich allerdings ziemlich 
Ubereinstimmend ergeben 1^ Flor. = 1.1 1 ^^ R. 

Unter diesen Umstflnden ist eine neue Skalenbestimmung des klein.en 
Florentiner Thermometers an den in Florenz (Museo) und in London (Royal Insti- 
tution) noch vorhandenen Ezemplaren dringend erwOnscht 

Es scheint mir sehr wahrscheinlich, dass der Nullpunkt nicht unbetrftchtlich 
in die Hohe gegangen ist und schon zu Libri's Zeiten nicht mehr bei 13Vi^ ge- 
legen hat Obwohl n&mlich Libri mehr als zweihundert (!) Vergleichungen ausge- 

20 



o-^ ANMERKUNGEN S>-^ 

fQhrt haben will, sind seine Ang^ben der Skalenbestimmung doch sehr summarisch 
und wenig genau. 

^^) G. C. Nelli, der in seinem „Saggio di Storia Letteraria Fiorentina del 
Secolo XVII** (Lucca 1759. 4*^. S. 97—120) die ersten zuverlftssigen Mittheilungen 
Uber die Accademia del Cimento giebt, macht es wahrscheinlich, dass schon vom 
Jahre 1651 ab der Grossherzog Ferdinand II. mit Viviani und anderen Gelehrten 
Ofters physikalische Experimente anstellte und dass sich hieraus spftter die Aka- 
demie entwickelte. 

^) Die erste Ausgabe der „Saggi di natural! esperienze fatte nell' Accademia 
del Cimento" erschien 1667 (Fol. 8 ungez. BL 269 S., 8 ungez. BL, mit dem Portrait 
Ferdinand II. vor dem Titel). Einige Exemplare haben als Jahreszahl MDCLXVI, 
obwohl die Dedikation vom 14. Juli 1667 datirt ist. Wie Gamba (Serie di testi 
di lingua. 4. ed. Venezia 1839. 8^^. S. 258) berichtet, kam die erste Auflage nicht 
in den Handel, sondem wurde nach Belieben des Fdrsten Leopold verschenkt. 
Die spflteren Ausgaben sind folgende: 2) Firenze, G. F. Cecchi 1691. Fol. (9 ungez. 
BL 269 S. 11 ungez. BL, Portrait des Grossherzogs Cosimo HI. v. Toskana); 
8) Venezia, D. . Lovisa 1710. 4^. (von Gamba 1. c. angeftihrt, mir nicht bekannt 
geworden); 4) Venezia, D. Lovisa 1711. 8**, eigentl. 4*>. (8 ungez. BL 269 S. 9 
ungez. BL); 5) Napoli, B. M. Raillard 1714. FoL (6 ungez. BL 269 S. 6 ungez. 
BL); 6) Venezia, G. Pasquali 1761. 8o. (LVI, 192 S., 28 Tafeln mit den Figuren, 
die in den friiheren Ausgaben in den Text eingedruckt waren); 7) Firenze, G. 
Bouchard 1780. 4o.(bildet den 2. Theil des 2. Bandes von G. Targioni-Tozzetti, 
Notizie degli aggrandimenti delle scienze fisische accaduti in Toscana nel corso di 
anni LX del secolo XVIL 4^. 3 Theile in 4 B^nden; diese Ausgabe der „Saggi*' 
ist besonders werthvoll, weil dem Herausgeber das „Diario'^ der Akademiker zur 
VerfOgung stand, aus dem er zahlreiche Zus&tze machen konnte); 8) Milano, Soc 
tipogr. 1806. 4^. (in den Opere di Lorenzo Magalotti); 9) Firenze, Tipogr. 
Galileiana 1841. gr. 4^. (2 ungez. BL 133 S. 2 ungez. BL 183 u. XC S. 22 Taf. 
SchOne Ausgabe, die nicht in den Handel kam, sondem auf Veranlassung des 
Grossherzog Leopold II. den im Sept 1841 zu Florenz versammelten italienischen 
Naturforschem Uberreicht wurde. Die historischen Bemerkungen von V. Antinori 
in der Einleitung (133 S.) sind sehr werthvoll). 

Von den Uebersetzungen der „Saggi" erschien zuerst die englische, die auf 
Veranlassung der Royal Society in London von R Waller besorgt wiurde: Essays 
of natural experiments made in the Academie del Cimento .... London, Alsop 1684. 
4^. (12 ungez. BL 160 S. 5 ungez. BL 19 Taf.). Ihr folgte die lateinische von Peter 
van Musschenbroek: Tentamina experimentorum naturalium captorum in Aca- 
demia del Cimento.... Lugduni Bat, J. et H. Verbeek 1731. 4°. (8 ungez. BL, 

21 



<^-^ EINLEITUNG >-<> 

XLVni S., 6 ungez. BL, 193, 192 S., 7 BL, 32 Taf., enthftlt in den ^dditamenta*" 
viele Zus&tze des Herausfj^ebers tiber die inzwischen gemachten Fortschritte), von 
der 1756 ein Nachdruck erschien: Viennae, Pragae et Tergesti, Th. Trattner. 4®. 
Schliesslich brachten die ,Jii6moires de physique pure, sans math^matique, de toutes 
les academies des sciences .. ." (Tom. I. Lausanne, Chapuis 1754. 4<>., S. 131— 217) 
noch eine franzOsische Uebersetzung. 

i») Vgl. Targioni-Tozzetti, Notizie ... II, 385 u. 584. 

*>) Der Grossherzog Ferdinand II. vertheilte vom Jahre 1654 ab Barometer, 
Thermometer und Hygrometer zur Anstellung korrespondirender meteorologischer 
Beobachtungen nach verschiedenen Orten Italiens und des Auslandes (OsnabrQck, 
Innsbruck, Warschau, Paris). Vgl. Archivio meteorologico centrale italiano. Firenze 
1858. 8°. Einleitung S. XV. 

Die Florentiner Beobachtungen (1654 Dec. 15 bis 1670 Marz 31) sind in der 
eben genannten Publikation in extenso abgedruckt, und die von J. Boulliau in 
Paris angestellten (1658 Mai 25 bis 1660 Sept 19) hat kOrzlich Abb^ Maze auf der 
Pariser Stemwarte wieder aufgefunden (Compt Rend. CXX, 1895, S. 731). 

'^)Nicolaus de Cusa, Dialogus de staticis experimentis in seinen Opera 
Basil. 1565. Fol. S. 176. — Die Zeichenskizze von Leonardo da Vinci findet man 
reproducirt in der Schrift von G. B. Venturi: Essai sur les ouvrages physico- 
math^matiques de Leonard de Vinci. Paris, Duprat 1797. 4®. (Fig. 15). 

^) Eine grosse Zahl von Messungen mit dem Hygrometer Ferdinand IL, 
z. Th. von diesem selbst ausgefflhrt, findet man bei Targioni-Tozzetti, Notizie II, 
163—182 (Registro d'esperienze, ed osservazioni naturali fatte dal Serenissimo Gran 
Duca Ferdinando IL, ed alcuni suoi cortigiani). 

Berlin, im November 18%. 

G. HELLMANN. 



ESPERIENZA 
DELL' ARGENTO VIVO 



TORRICELLI AN RiCCI. II. Juni 1644. 

Mandai queite fettimane paffate alcune mie dimoftrazioni fopra lo fpazio 
della Cicloide al S. Antonio Nardi con pregarlo che dopo auerle vedute le 
inuiaffe a dirittura a V. S. o al S. Magiotti. Le accennai gik che ii itaua facendo 
non s6 che efperienza filofofica intomo al vacuo, non per fare femplicemente il 
vacuo, ma per fare vno ftrumento, che moftrafle le mutazioni deir aria ora pid 
graue, e grofla, & ora piil leggiera, e fottile. Molti anno detto non fi dia, altri che 
fi dia, ma con repugnanza della Natura, e con fatica; non s6 gi^ che alcuno abbia 
detto, che fi dia fenza fatica, e fenza reiiftenza della Natura. lo difcorreua cosi; 
fe troualli vna caufa manifeltiffima, dalla quale deriui quella refiltenza, che fi 
fente nel voler fare il vacuo, indarno mi pare fi cercherebbe di attribuire al 
vacuo quella operazione, che deriua apertamente da altra cagione, anzi che 
facendo certi calcoli facilifQmi io trouo, che la caufa da me adattata (cio^ il 
pefo deir aria) douerebbe per fe fola far maggior contrafto, che ella non f^ nel 
tentarfi il Vacuo. Dico ci6, perche qualche Filofofo vedendo di non poter 
fuggire quefta confeffione, che lagrauitit delP aria cagioni la repugnanza, che 
fi fente nel fare il Vacuo, non dicefife di conceder V operazione del pefo aereo, 
ma perfifteffe nelP affeuerare, che anche la natura concorrea repugnare al Vacuo. 
Noi viuiamo fommerfi nel fondo d^vn pelago d'aria elementare, la quale per 
efperienze indubitate fi sk che pefa, e tanto, che quefta groffiffima vicino alia 
fuperficie terrena pefa circa vna 400. parte del pefo dell'acqua. Gli Autori poi 
de' Crepufcoli anno ofleruato che V aria vaporofa, e vifibile fi alza fopra di noi 
intomo a 50. ouero 54. miglia; ma io non credo tanto, perche moftrerei, che il 
Vacuo douerebbe far molto maggior refiftenza, che non fi, fe bene vi 6 per 
loro il ripiego, che quel pefo fcritto dal Galileo, s' intenda dell' aria baffiffima 
doue praticano gli vomini, e gli animali, ma che sopra le cime degli alti monti 

(1) 



I'aria cominci ad efTer purifliina, e di molto minor pefo, che la quattrocetefima 

parte del pefo dell' acqua. Noi abbiamo fatti molti vafi di vetro come i (eguenti 

fegnati A, e B grofli, e di collo lungo due braccia; quefti pieni d' argento viuo, 

poi ferrata loro con vn dito la bocca, e riuoltatafi in ra vafo doue era I' argento 

vivo C, fi vedeuano votarfi, e non fuccedere niente nel 

vafo che fi votana, il collo per6 A D reftaua fempre 

Xi pieno all' altezza d' vn braccio e i q. e vn dito di. 

piix. Per moltrar poi che il vafo folTe perfettamente 

veto, Il riempieua la catinella fottopofta d' acqua fino 

in D, Sl alzando il vafo a poco, a poco, li vedeua 

quando la bocca del Vafo arriuaua all' acqua defcender 

quell' argento viuo del collo, e riempirli con impeto 

orribile d' acqua fino al fegno E affatto. II difcorfo 

fi faceua. Mentre il vafo A E llaua voto, e 1' argento 

viuo fi fofteneua benche grauiffimo nel collo A C, 

quelta forza, che regge quell' argento viuo contro la 

fua naturalezza di ricader giCi fi k creduto fino adeffo 

che fia ftata interna nel vafo A E, o di Vacuo, o di 

quella roba fommamente rarefatta; ma io pretendo, 

che la fia eftema, e che la forza venga di fuori. Su 

la fuperficie del liquore, che k nella catinella grauita 

r altezsa di ja miglia d' aria; per6 qual marauiglia 6, 

fe nel vetroC E, doue 1' argento viuo non h^ inclinazione, 

ne anco repugnanza per non efl'erui nulla, entri, e vi 

s' innalzi fin tanto, che 11 equilibri co la grauiti dell' aria 

eftema, che lo fpigneP 1' acqua poi in vn vafo fimile, 

ma molto pi& lungo falirli quafi fino a i8. braccia, cio6 

tiito pid dell' argeto viuo quato V argeto viuo k pid 

graue dell' acqua per equilibrarfi con la medefima 

cagione, che fptgne 1' vno, [e 1' altro. Cofermaua il 

difcorfo I'efperienza fatta' nel medefimo tempo col 

vafo A, e con la canna B, ne' quali 1' argento viuo fi fermaua fempre nel 

medefimo Oiizonte A B fegno quafi certo che la virtfi non era dentro; perche 

pid forza auerebbe auuto U vafo A E, doue era piO roba rarefatta, & attraente, 

e molto piii gagliarda per la rarefazione maggiore, che quella del pochi0imo 

fpazio B. Ho poi cercato di faluar con quefto principio tutte le forte di 



repugnanze, che fi fentono nelli varij effetti attribuiti al Vacuo, ne vi h6 fin^ 
hora incontrato cofa che non cammini bene; s6 che a. V. S. fouuerranno molte 
obbiezzioni, ma fpero>anche, che penfando le fopir^. La mia intenzione prin- 
cipale poi non h potuta riufcire, dot di conofcere quando V aria foffe piii groffa, 
e graue, e quando piii iottile, e leggiera con lo ftrumente £ C, perche il liuello 
A B fi muta per vn' altra caufa, che io non credeua mai, cio^ per il caldo, e 
freddo, e molto feniibihnente, appunto come fe il vafo A £ fuffe pieno d^ aria. 
£t vmilmente la riuerifco. Di Firenze ii. Giugno 1644. 



RICCI AN TORRICELLI. 18. Juni 1644. 

II modo con che V. S. falua le efperienze fatte in riproua del vacuo; cio^ 
del falire le cofe graui contro fua naturale inclinazione, io lo giudico tanto piii 
buono dell' altro, quanto che con queita ci conformiamo alia iimplicit^ della 
natura nelle opere lue; la quale potendo faluare Pvnione de' corpi col folo 
moto air ingii!i, inuano auerebbe inneftato loro vna nuoua naturale inclinazione 
d' obbedire alia caufa vniuerfale moderatrice del mondo, come effi dicono. £t 
ammiro il nobile ardimento di V. S. nell' auere in confiderazione cola non tocca 
da veruno fin' ora, la quale ha parimente tanto di probability che toltone due, 
o tre obbiezzioni, che fono per dire a V. S. le quali prego V. S. a volermele 
rifoluere, fi come s6, ch' ella potr^ fare ageuolmente; flimo efiere il piiivero, 
& il piix ragioneuole, che pofTa dirfi in fimile queftione. Primieramente pare a 
me; che fe fi poteife efcludere V azione delP aria nel grauitare fu la fuperficie 
eftrinfeca dell' argento, che M nel vafo, ponendoui vn coperchio con vn pertugio 
folo per il quale paffi la canna di vetro, e turando onninamente ogni parte 
acciocche non vi abbia piii communicazione V aria luperiore al vafo, la quale 
verrebbe in tal cafo a grauitare non piii fu la fuperficie dell' argento, ma ful 
coperchio, e mantenendofi allora 1' argento viuo fofpefo in aria come prima, 
non fi potrebbe piii attribuire 1' effetto al pefo dell' aria, che ve lo foftenga 
quafi in equilibrio. Secondariamente prefo vno fchizzatoio, che fuole efiere 
vfato afiai in quefto foggetto, & abbia la fua animella dentro onninamente, 
accid efcluda con la fua corpulenza ogn' altro corpo, poi turando in cima il 
foro, e ritirando per forza 1' animella in dietro, fentiamo grandifiima refiftenza, 
e ci6 non fegue folamente tenendo in giii lo fchizzatoio, e voltando in sii 
r animella, fopra il cui manico graua 1' aria, ma fegue per ogni verfo che fi 
faccia; e pure non pare che fi pofla in quelti cafi facilmente intendere, come 

(3) 



il pelo deir aria v' abbia che fare. Finalmente vn corpo immerfo nell' acqua 
non contrasta con tutta V acqua, che vi ftia fopra, ma con quella fola, che al 
moto del corpo immerfo G, muoue, la quale non ^ maggiore di eifo corpo, e 
perche ftimerei, che P iftefla dottrina foffe da applicarfi alia librazione delP 
argento, douerebbe eifo contraftare con tanto d^ aria quanto h la fua mole, e 
come potrebbe preponderar mai? Quefto h quelle che m' hk fomminiftrato la 
mia fciocchezza in oppofizione del fenfo di V. S. nel che dour^ fcufare il 
defiderio, che tengo di perfettamente fapere la foluzione delle obbiezioni in 
contrario per effeme poi affoluto difenfore, fi come io fono fincero ammiratore, 
e di quefta, e d^ ogn' altra inuenzione di lei a me tutte gratiffime &c. 



TORRICELLI AN RiCCI. 28. Juni 1644. 

Tengo per fuperfluo il rifpondere alle fue tr^ obbiezzioni intomo alia 
mia fantaiia della reiiftenza apparente nel fare il Vacuo, perche fpero, che a 

lei medeiima fieu'anno fouuenute le foluzioni dopo 
fcritto la lettera. Quanto alia prima io rifpondo, fe 
V. S. quando induce la lamina faldata, che copra la 
fuperficie della catinella, la induce di maniera, ch' ella 
tocchi V argento viuo della catinella, che quelle inalzato 
nel collo del vafo refteri come prima folleuato, non 
per il pefo della sfera aerea, ma perche quello deUa 
catinella non potr^ dar luogo. Se poi V. S. indurri 
quella lamina, G. che ella pigli dentro anco dell' aria, 
io domando, fe quelP aria ferrata dentro V. S. vuole 
che iia nel medefimo grado di condenfazione , che 
r eftema, Sl in quefto cafo V argento viuo fi fofterra 
come prima, per V efempio che dar6 adeflb della lana. 
Ma fe r aria, che V. S. include far^ piii rarefatta delP 
efterna, allora il metallo folleuato defcender^ alquanto. 
Se poi fuffe infinitamente rarefatta, cio^ Vacuo, allora 
il metallo difcenderebbe tutto, purche Io fpazio ferrato 
Io potefle capire. 

II Vafo A B C D ^ vn cilindro pieno di lana, overo d' altra materia 
comprelfibile (diciamo d' aria^ il qual vafo h^ due fondi B C ftabile, & A D 




4) 



mobile, e che ii adatta, e fia A D caricato iopra dal piombo E, che pefi m. 

looooooo. di libr. • Credo, che V. S. intenda quanta violenza iia per fentire il 

fondo B C. Ora, fe noi fpingeremo a forza il piano, o ferro tagliente F G, fi 

che entri, e tagli la lana compreffa, io dico, che le la lana F B C G far^ 

compreffa come prima ancorche il fondo B C non fenta pid nuUa del pefo 

foprapofto del piombo E, in ogni modo patira il 

medefimo, che patiua prima. Applichi V. S. che 

io non star6 a tediarla piii. Quanto alia feconda. 

Fii vna volta vn Filofofo, che vedendo la cannella, 

mefla alia botte da vn fuo feruitore, Io brau6 con 

dire che il vino non farebbe mai venuto perche 

natura de' graui ^ di premere in giili, e non 

Orizzontalmente, e dalle bande* Ma il feruitore 

fece toccarli con mano, che fe bene i liquidi 

grauitano per natura in giii in ogni modo fpin- 

gono, e fchizzano per tutti i verli, anco all^ 

insiiy purche trouino luoghi done andare, cio^ 

luoghi tali, che reMano con forza minore della 

forza di effi liquidi. Infonda V. S. vn boccale 

tutto nell' acqua con la bocca all^ ingiCi, poi li 

buchi il fondo, ii che V aria poifa vfcire, vedr^ 

con che impeto V acqua fi muoue difotto all' 

insdi per riempierlo. V. S. applichi da fe, che 

non la tedierd piii. 

La terza obiezzione non mi par troppo a 
propoiito, certo h che ^ meno valida dell' altre 
ancorche effendo prefa daUa Geometria, paia piu 
gagliarda di tutte. Che vn corpo inmierfo nell' 
acqua contrafti folo con tanta mole d' acqua 
quanta h la mole fua h vero; ma il metallo 
foftenuto in quel collo di vafo, non mi pare che 

fi poffa dire, ne immerfo in acqua, ne in aria, ne in vetro, ne in vacuo: lolamente 
ii poffa dire ch' egli h vn corpo fluido, e libratile vna fuperfide del quale con- 
fina col Vacuo, o quail Vacuo, che non grauita punto, V altra iuperficie confina 
con aria premuta da tante miglia d' aria ammaffata, e per6 quella fuperficie 
non premuta punto afcende fcacciata da quell' altra, & aicende tanto, iin che 




(5) 



il pefo del metallo foUeuato arriui ad agguagliare il peio dell' aria premente 
dall* altra parte. V. S. s'immagini il vafo A col tubo BCD congiunto, & aperto 
in D come ftk dipinto, e lia il vafo A pieno d' argento viuo; certo ^ che il 
metallo falir^ nel tubo fino al fuo liuello E; ma fe immergerd detto ftrmnento 
neir acqua fino al fegno F, V argento viuo non lialir^ fino ad F, ma folo tanto 
fino che V altezza del liuello nel tubo auanzi il liuello del vafo A, della 14. parte 
in circa deir altezza, che auer^ V acqua F, fopra il liuello del vafo A. E quefto 
V. S. r abbia per certo come s' ella auefle fatto V efperienza. Ora qui fi vede 
che fi pu6 dar cafo che V acqua F fia alta 14. braccia, & il metallo nel tubo 
£ D fia alto vn braccio folo; dunque quel braccio folo di metallo non con- 
tralta con altrettanta acqua, ma con tutta V altezza d' acqua, che 6 tr^ A, 
& F. & in quefti cafi ella s^, che non fi guarda alle larghezze, e groffezze de' 
folidi, ma folo alle perpendicolari, & alle grauit^ in fpecie, e non a' pefi affoluti. 
Ma h6 forfe detto troppo, &c. 



(6) 



DICHIARAZIONE 
D'ALCVNI STRUMENTI 

PER CONOSCER L'ALTERAZIONl DELL 'ARIA 

DERIVANTI DAL CALDO, E DAL FREDDO 



TILISSIMA cofa fe, anzi necefTaria nell' vfo delle natu- AlitroMUm 
rali efperienze, I'auer efatta nodzia de' mutamenti ^^'^'**- 
deir aria. Imperciocchfe alTorbendone ella dentro ^trSntU f- 
'1 fuo feno le cofe tutte, e fopra di effe dalla fourana periaue. 
altezza di fua r^one piombandofi, tutte fotto '1 tor- 
chio dell' aria gemono, ed alle ftrette piu, o meno 
gagliarde, che riceuon da elTa, o refplrano, o mag- 
gionnente oppreffe rimangono. Cosl nelle canne del 
voto a' diuerH ftati di quella s' alza, o s' abbaffa 1' argentouiuo, mentre, a) 
parer d' alcuni, fecondo la varia tempera, ch' ell' Ji dal Sole, o dall' ombra, dal 
caldo, o dal freddo, fi come aache per effere aperta, e libera, o ingombrata 
da nuuoli, o grauata di nebbia G fa piu rara, o piu denfa, e si piu I^giera, o 



sTRVMENTi pe&nte, onde con varia forza premendo il fottopofto argento, lo cofirigne a 

no\ll^^ P^^) ^ ™^^ folleuarsi dentro la canna immerfauL £ adunque neceiliuio, si 

PERiENZE. per quefta efperienza, della quale in primo luogo ampiamente verri trattato, 

si per altre, che nel profeguimento del prefente libro ii narreranno, auere ftru- 

menti tali, onde pofsiamo afsicurarci, ch' e' ci dicano il vero, non folo delle 

mafsime alterazioni ddP aria, ma s' egli ^ pofsibile eziandio delle minime dif- 

fer^ze. Diremo pertanto di quegli, che anno feruito a noi, de' qnali ancorch^ 

ne fieno andati a queft' ora in diuerfe parti d' Europa, onde a molti oramai non 

giugneranno nuoui, in ogni modo puo eifere, che ii ritroui alcuno, che ne deiideri 

piu minuta notizia, fe non intomo all' vfo, che troppo facilmente fi comprende, 

almeno intomo al modo, e alia maeilria di lauorargli. 

FlGVRA I. Sia il primo ftrumento quello, che viene efpreflb nella prima figura. Seme 

Primo ftru- quefto, Ii come gli altri, per conofcer le mutazioni del caldo, e del freddo dell' 

mento per 2cs\2i, e dicefi comunemente Termometro. Egli h tutto di criftallo finifisimo 

zradidelcal' l^uorato per opra di quegli artefici, i quali feruendoii delle proprie gote per 

do,idilfred' mantice, tramandano il fiato per vn' organo di criftallo alia fianuna d' vna 

doneltaria. Jucema, e quella, o intera, o in varie linguette diuifa, di mano in mano doue 

Artedtlau0' richiede il bifogno di lor lauoro fpirando, vengono a formar' opere di criftallo 

tallo alia lu- delicatifsime, e marauigliofe. Noi vn tal' artefice chiamiamo il Gonfia. A lui 

cema, dunque s' apparterri di formar la palla dello ftrumento d' vna tal capacity, e 

grandezza, e d' attacarui vn canello di tal mifura di vano, che riempiendolo 

fin' a vn certo fegno dpi fuo coUo con acquarzente, il femplice freddo della 

neue, e del ghiaccio non bafli a condenfarla fotto i 20 gradi del cannellino; 

come per lo contrario, la mafsima attiuitk de' raggi folari, eziandio nel cuor 

Modo (tun- della ftate, non abbia forza di rarefarla fopra gli 80 gradi. II modo d' empierlo 

pUre quefto ^j^j.^^ ^^^ arrouentar la palla, e poi fubito tuffar la bocca del cannellino aperta 

neir acquarzente, fi che vada a poco a poco fucciandola. Ma perch^ h difficile, 

fe non affatto impofsibile* di cauar tutta V aria per via di rarefazione, e per 

ogni poca, che ve ne refti, la palla rimane fcema, fi potr^ finir d' empiere con 

Maniera d' vn' imbuto di criftallo, che abbia il coUo ridotto ad vn' eftrema fottigliezza. 

tmbuHperim-Q^^ s' otterr^, quando la pafta del criftallo h rouente, poich^ allora ii tira in 

bocca stret- ^^^ fotilissime dentro accanalate, e vote, com' e manifefto a chi di lauorare il 

ti/fima, criftallo k notizia. Con vn simile imbuto adunque fi potri finir d' empiere il 

Termometro, introducendo nel cannellino il fuo fottilissimo collo, e fpignendoui 

Scomparti" dentro con la forza del fiato il liquore, o rifucciandone, fe foffe troppo. E 

mento de' ^ncora da auuertire, che i gradi fopra '1 cannello vengano fegnati giufti, e 

(10) 



per6 bifogna fcompartirlo tutto con le fefte diligentemente in died parti vguali, gradineUol- 
fegnando le diuifioni con vn bottoncino di fmalto bianco. Poi (i fegneranno gli mento.^ 
altri gradi di mezzo con bottoncini di vetro, o di fmalto nero, e quefto fcom- 
partimento fi potra fare a occhio, effendochfe P efercizio, ftudio, e induftria dell' 
arte infegna da per fe fteffa a ragguagliare gli fpazi, e a ben aggiuftare la 
diuiiione, e chi v' k fatto la pratica fuole sbagb'ar di poco. Come quefte cofe 
fon fatte, e col cimento del Sole, e del ghiaccio s' 6 aggiuitata la dofe dell' 
acquarzente, allora fi ferra la bocca del cannello col figillo detto volgarmente ModotUfigii- 
d' Ermete, cio6 con la fiamma, ed h fatto il Termometro. mometro, 

L' vfo di pigliare acquarzente per quefti itrumenti piu tofto che acqua 
naturale h primieramente a cagione, ch' ell' h piu gelofa, ciofe fente prima di 
quella le minime alterazioni del freddo, e del caldo, e piu prefto per entro ie Acfuarnente 
riceuendole, per la fua gran leggierezza incontanente fi muoue. In fecondo luogo mometrsf^J 
V acqua naturale per nobile, e pura che fia, in proceffo di tempo fa fempre P^^^* 
qualche refidenza, o pofatura di fecce, che a poco a poco imbratta il crifiallo, ^l^j^^^l^^' 
ed ofiiifca la fua chiarezza; doue il fottiliDsimo fpirito del vino, o acquarzente, ti/fimo rim- 
che dir vogliamo, fi mantien fempre bella, e non vien mai a perder quel fiore calJol^l del 
di limpidezza, con efib il qual fi riferra. Anzi per quefto fteffo, ch' ell' h cosi f^^f^ff- 
chiara, e criftallina, e non riefce cosi a prima vifta difcemere il confine tra ^j^''%'*?'*JI 
effa, e '1 collo voto dello ftrumento, s' h taluolta vfato di tignerla con infufione pre qualche 
di chermisi, o di quella lagrima, che comunemente fangue di drago fi chiama: ^^^* 
ma eflendofi ofTeruato, che per leggiera, e sfumata che fia la tinta, nondimeno mantien la 
il criftallo non acquifta niente, e in capo di qualche tempo macchiandofi viene-^**^ chiaret- 
a farfi maggiore la confufione; quindi ^, che s' 6 in oggi difinefi'a 1' vfanza di Acquarzente 
colorirla, non richiedendo altro 1' adoperarla cosi chiara, e limpida, che aguz- <^' Termo- 
zaxe vn poco piu gli occhi per riguardarla. Rimarrebbe da dire di molt' ^Xtre jhtejitigne/- 
operazioni, e fquifitezze di lauorare alia lucema; ma fi come in quefta materia ^^' 
h troppo difficile fpiegarfi in carta, cosi h afiatto impofsibile impararlo in ifcritto; ptettejeilti- 
che per6 bifogna auere il Gonfia mediocremente iftrutto, effendochfe 1' arte con gnerla. 
la lunga pratica da per fe ftefia s' affina. 

D fecondo ftrumento non h altro che vna copia del primo fatta in piccolo, FIGVRA II. 
non eifendo tra di loro altra differenza, fe non che pofti nello ftefib ambiente, Differenta 
queUo cammina alquanto piu di quefto. Quelle h diuifo in lOO g^adi, ^^^'^ ^c^tdTrer- 
in 50; quelle ne' maggiori ftridori del noftr' inuemo fi riduce a 1 7, e a 1 6 gradi, ^^iro, 
quefto ordinariamente a 12, e 1 1, e per fomma ftrauaganza vn' anno h, arriuato 
a 8, e vn' lUtro a 6. Per lo contrario poi, doue il primo ne' di piu affannofi, 

(11) 



STRVMENTi 6 nelle maggiori vampe della noftra itate efpofto al Sole in ful mezzo giomo 

CHE SERVO- 

NOALL*£S-^^^ paila gli 80 gradi, quefto fecondo, o non pafTerk, o pafferk di poco i 40. 

PERiENZE. La regola poi di fabbricargli in modo, che offeruino tal corrifpondenza, non a* 

acquifta altrimenti che con la pratica, la quale infegna proporzionar talmente 

la palla al cannello, e *1 cannello alia palla, ed aggiuftar in modo la dofe delF 

acquarzeiite, che non ifuarino fregolatamente la loro operazione. 

FIG. III. n terzo 6 ancor egli vna copia del primo, ma fatta in grande. Per6 viene 

TerMoTermo'Vi efler piu gelofo, e veloce di quello ben quattro volte, bench6 fpartito in 300 

metro. gradi. La fua ftruttura 6 la ftelTa degli altri due, ma come s' h detto, la mae- 

Differenza ^^^j^ j^j lauorare non fi puo infegnar per regole, volendo effer pratica, e 

tertoTermo' l^inghiffima efperienza, prouando, e riprouando, fcemando, e crefcendo or' ii 

metro in cir- corpo alia palla, ora U vano al cannello, ora la quantity dell' acquarzente, finch^ 

caatrequar- fj ^ja nel fegno. Ed vn' Artefice famoiifsimo in quefto meftiero, che feruiua il 

Serenifs. Granduca foleua dire, che gli daua ben V animo di fabbricare due, e 

come zlialt' *^^» ® quanti Termometri fi f offer voluti da 50 gradi, i quali circondati dallo 

ru fteffo ambiente camminaffero fempre del pari, ma non gia di que' da 100, e 

molto meno di que' da 300, effendoch^ in maggior palla, ed in maggior lun- 

ghezza di coUo piu facilmente fi trouano delle difuguaglianze, ed ogni minimo 

errore, che venga fatto nel lauorargli, h abile a far' apparire in efsi grandifsime 

diforbitanze, e ad alterare la proporzione d' vgualit^, ch' arebbe a effere infrk 

di loro. 

FIG. IV. II quarto Termometro col cannello a chiocciola, anch' egli fi fabbrica nell' 

Quarto Ter- ifteffa maniera degli altri. Vero 6, ch' ei non entra nella medefima fcala di 

mometro, proporzione, effendo impofsibile mantenergli il lunghifsimo collo da per tutto 

vguale, e della medefima groffezza, e mifura di vano: mentre auendofi per 

necefsit^ del torcerlo a farlo paffare, e ripaffar piu volte fopra la fiamma, non 

puo far di meno, quando la pafta del criftallo h rinuenuta per infuocamento, 

di non ifchiacciarfi in alcuni luoghi, e riftrignerfi, ed in altri di rilaffarfi, e 

Modo di fab- gonfiare. Facciafi per tanto la palla di gran tenuta, ed il proliffo collo fi pieghi 

brtcarlo. j^^ facili, e fpeffe riuolte, e di foaue falita, perch6 occupi minore altezza, che 

fia pofsibile, e fia meno foggetto al brandire, ed al pericolo di fpezzarfi: Abbia 

ancora in cima vn' altra pallina vota, e ferrata a fuoco, la quale fia ricettacolo 

air aria del cannello, dou' ella poffa rifuggfrfi da quello sforzo, che 'n lei fa 

r acqua nel folleuarfi ; acci5 altrimenti fatta forte contro della fteffa acqua dalla 

Termometro ftrettezza del fito, non aueffe a contraftarle il paffo, ed a fpezzarfi il vafo. In 

gelofifftmo. g| modo s' auer^ vn Termometro talmente fdegnofo, e per cosi dire d' vn fenfo 

(12) 



cosi fquifito, che la fiamella d' vna candela, che gli afoli punto d' attomo, (ark strvmenti 

CHE SERVO- 

abile a mettere 'n fuga V acquarzente in eifo racchiufa. H qual' e£fetto fi parrk ^q ^^^ * es- 
tanto maggiormente, quanto far^ piu ampia la palla; che perd facciaii pur ^^^'^'^^^^ 
grande a piacimento, e fenza ofleruare altra regola; elTendo fatto quefto ftru- 
mento piu tofto per vna bizzarria, e per curiofitk di veder correre all' acqua 
le decine di gradi, moifa dal femplice appreifamento deir alito, che per dedume 
giufte, ed infallibili proporzioni, del caldo, e del freddo. 

11 quinto ftrumento h ancor' egli vn Termometro, nia piu pigro, e infin- FIG. V. 
gardo di tutti gli altrL Poich^ done quegli per ogni poco, che V aria fi ftemperi QuiMi^ Ter- 
veggonfi fubito alterare, queft' altro non h tanto veloce, ed a muouerlo vi vuoP niomttro, 
altro che minime, ed infenfibili dififerenze. Nulladimeno perch6 di quefti ancora, 
n' h. andati in diuerfe parti dentro, e fuori d' Italia; fi dir^ breuemente in 
queito luogo della loro fabbrica. 

Volendofi formare vn tale ftrumento fi piglier^ vn vafo di vetro pieno di Come fi fab- 
finifsima acquarzente, fortiffimamente agghiacciata, e in effa s' immergerk vn ^^^'• 
Termometro di cento gradi. Si metteranno ancora nella medefim' acqua molte 
palline di criftallo lauorate alia lucema, dentro vote, ma per5 tutte alia fiam- 
ma perfettifsimamente figillate. Quefte, per 1' aria ch' anno in fe doueranno 
tenerfi a galla in fu P acqua, e fe per forte, alcuna vn po piu graue in ifpezie 
di efla ne difcendeffe al fondo, fi caui fuora, e fur' vna piaftra di piombo, con 
ifmeriglio fine tanto fi vada arrotando dalla parte del gambo, che tomi piu 
leggiera, e galleggi. Allora, cauato il vafo fuori del ghiaccio, fi porterk in vna 
ftanza, 1' aria della quale fia ftata rifcaldata notabilmente da fuochi, acci6 la 
freddifsim' acqua riceua vgualmente per og^i parte la tempera del calore. Cosi 
di man' in mano ch' ella s' andrk rifcaldando, e per la rarefazione acquiftando 
leggierezza, quelle palline, che nel piu intenfo grado del freddo a g^an pena 
in lei fi reggeuano a galla, faranno le prime a muouerfi 'nuerfo '1 fondo, e nello 
ifteffo tempo 1' acqua del Termometro fi vedr^ falire. Quella pallina dunque, 
che s' abbatter^ a fcendere, quando '1 Termometro h a gradi venti, fi con- 
traflegni per la prima, ciofe per la piu graue, .eflendo ella difcefa, quando 
r acqua era ancora aflai fredda, e nulla, o pochifsimo temperata. Quella, 
che caler^, efiendo 1' acqua del Termometro a gradi trenta, fark la feconda, a 
gradi quaranta la terza, a cinquanta la quarta, a fefianta la quinta, ed a fettanta 
la fefta, che fari 1' vltima, e la piu leggiera; onde fi faranno prefe fei palle a ^«^'^ ^^- 
fcala di vguali differenze, cio6 di gradi dieci in dieci. Ed ecco in qual maniera ^^ perfetto 
vien' a efler quefto Termometro piu grofiblano degli altri; poich6 ciafcuna di degH altri, 

(13) 



n quelle palle, che falga, o che fcenda, vuol dir gradi dieci nel Termometro di 

NO ALL- Es- cetito gT^di, e gradi quattro in circa, in quel di cinquanta, e in quel di trecento 

PERiENZE. fopra quaraata gradi. Scelte che faranno le fei palline, (le qualitomeri bene, 

Pallint dtl che fiano di vetro, o di criftallo colorato per mcglio diftinguerle in mezio all' 

'"'"'" "' acqua) fi potranno chiudere in vn bocciuolo di criftallo con acquarzente dentro 

bentifftrea- ermeticamentc figillato, auuertendo a non finirlo d' empiere, acdft rimanga 

l^att. campo all' acqua da rarefarfi, quando il foprauuegnente colore della ftagione 

la coftringa a cio fare. Se poi il caldo della ftanza non fofTe da tanto di far 

falire il Termometro & fettanta gradi, s' aiuter^ conmettere il vafo di vetro in 

bagno d' acqua tiepida, con rinfondeme della bollente fincbi fa di bifogno, 

accid r acquarzente in effo contenuta, non fi rifcaldi piu da vna parte che dall' 

altra; ma pigli, fi come dicemmo, la tempera foauemente, e piu ragguagliata, 

che fia poJsibile. 



DICHIARAZIONE 
D'VN' ALTRO STRVMENTO 

CHE SERVE PER CONOSCERE LE DIFFERENZE 

DELL' VMIDO NELL' ARIA 



EDVTO degli Itrumenti, che feruono a riconofcer 

I'alterazioni, che riceue I'aria dal caldo, e dal 

freddo, confeguentemente h da vedere di alcun' altro, 

che pofTa, dimoftrarci quelle, che le vengono 

femplicemente dall' vmido. E comechft fieno molti, 

e vari quelli, che in altri tempi fono Itati immagi* 

nati la diuerli ingegni, noi vn folo ne apporteremo, 

del quale auu^nachfe ne fia ftato vltimamente 

fcritto da altri, nondimeno effendo egti nato in quefta corte, d' altifsimo, e 

reale intendimento, per ritomare, come fuol dirii, in ful noflro, diremo alcuna 

cofa intomo all' inuenzione, ed all' vfo di eflb. 

(1*) 



Egli h vn tronco di cono formato di fughero, per di dentro voto, e im- FIG. VI. 
peciato, e per di fuora foppannato di latta. Dalla parte piu ftretta va inferito Defcrizime 
in vna come lampada di criftallo, prodotta ancor' effa a foggia di cono, con ^^^^^ J^' 
punta affai aguzza, e ferrata. Preparato in quefta forma lo ftrumento, e coUo- y^^,^^ ^ ^. 
cato fill fuo foftegno, s^ incomincia ad empiere per di fopra di neue, o di mUHia deW 
ghiaccio minutifsimamente tritato, T acqua del quale auerk '1 fuo fcolo per vn ^'^« 
canaletto fatto nella parte piu alta del criftallo, com' apparifce nella figura. Come fi pre- 
Quiui adunque il fottili&imo vmido, che h per P aria, inuifchiandoli a poco a n^^^^^^^^ 
poco al freddo del vetro, prima a modo di fottilpanno lo vela, indi per P au- 
uenimento di nuouo vmido, in piu grofle gocciolerammaflato fluifce, e giu per medefimo 
lo doifo sfuggeuole del criftallo fdrucciolando, a mano a mano diftilla. Siaui stmmento, 
per tanto vn bicchiere alto, a foggia di cilindro, fpartito in gradi, done fi 
riceua quell' acqua, che geme dallo ftrumento. Ora euidentifsima cofa ^, che 
fecondo che 1' aria fark piu, o meno incorporata d' vmido, la virtii del freddo 
maggiore, o minor copia d' acqua ne diftilleri, la quale in piu fpeffe, o in piu 
rade gocciole cadendo, penerk piu, o meno a riempiere il luogo medefimo. Vfo di effo. 
Volendofi adunque far paragone d' vn' aria con vn' altra, s' offerui in quella, 
che prima fi vuol prouare, che parte di detto bicchiere in vn determinato fpazio 
di tempo fi riempia; e poi gettata via quell' acqua, e traportato lo ftrumento 
nel luogo, la di cui aria vuol paragonarfi con la prima,* s' offerui parimente in 
altrettanto tempo fin' a che fegno fi far^ ripieno il bicchiere. Cos! ritrouata 
la differenza dell' vmido, che dalla prima alia feconda volta fi far^ condenfato 
in acqua, fi auer^ proiisimamente quella, che fi ritroua tra 1' vmido delle due 
arie paragonate. 

Potremo ancora con efporre all' aria quefto ftrumento quando traggono // tnedefimo 
venti, venire in cognizione quali di efsi fieno piu pregni d' vmido, e quali piu ^^^^^ /^ 

varia Vfnidt" 

degli altri fecchi, ed afciutti. Cosi abbiamo noi trouato, che quando regnano ^^ ^^# venti. 
venti Meridionali, allora il criftallo fuda dirottifsimamente; imperocch6 1' aria e yg„fi p^g^. 
diftemperatamente vmida, forfe per effer la maggior parte del mare a noi me- dionali vmi- 
ridionale. Per la qual cagione adopera in efsi per auuentura il Sole fortifsima- ^i^" ** "^^' 
mente, e di que' mari trae fuor vapori,.i quali fi mifchiano a' venti: E ad vna 
gran libecciata h arriuato a fare fino in trentacinque, e cinquanta gocciole al 
minuto d' ora. Vna volta fra 1' altre combattendo infieme venti Aquilonari, e 
Libecci, con tempo affai nuuolofo, e che le nuuole toccauano i monti, ottanta- 

Boreaii teOc" 

quattro fe ne contarono nello fteffo fpazio di tempo: ma reftando fuperiori que' ^^^^/a/,- a- 
che foffiauano da Tramontana, a poco a poco reft6 di fudare, e in poco piu/nW/i. 

(15) 



sTRVMENTi di mczzora il criilallo era afciutto, non oftante, che dentro vi fufle dimolta neue, 

CHE SERVO- 

NO ALL VES- e cosi fi mantennc per tutta la notte, e tutto V feguente giomo, che durarono 

PER IhM Z£« 

a tirare i medefimi venti. Ancora quando fpirano Ponenti, ii b ofleruato man- 
Offeruanoni tenerli '1 vafo afciuttifsimo. Vero fe, che di quelle cofe non fi puo dare vna 
prefentifog- Q^^a regola, potendo elleno variare per moltifsimi accidenti, non folo della 

gette a vaHr 

or/t, e per- ^^^ne, e dell' aria; ma eziandio de' luoghi, e de' paefi ftelisi, per ragion de* 
cAe, quali i giudizzi di detti venti alcuna fiata fi mutano. £ noi fappiamo, che in 

certe Citta, e luoghi, i venti Meridionali fon piu freddi, che a noi; conciofisia- 

operazhne cofach6 abbiano monti pieni di neue dalla parte del mezzogiorho, onde i venti 

delloflrume' ^el paffarui fopra fl volgono a freddo. Non per tanto lafcer^ il noftro ftrumento 

tutto JLa- ^ ^^^^ fedele a ciafcun paefe dou' egli venga pofto in vfo, ed all' ordinarie 

riabile, indicazioni delle nature di que' venti, fi trouer^ affai aggiuflatamente rifpondere^ 

con la fua operazione. 



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DATE DUE 


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